Krankengeschichte - Anamnese
Durch eine ausführliche Anamnese können wir im Großteil der Fälle Erkrankungen diagnostizieren und gezielt Untersuchungen einleiten.
Neben speziellen Vorerkrankungen, wie
zum Beispiel Mandelentzündungen oder Herzinfarkten, sind die Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen,
Rauchgewohnheiten, Geschlecht, Alter, Übergewicht, familiäre Belastung) von Bedeutung.
So können sich Herzkrankheiten äussern
Brustenge (lat. Angina pectoris) Die Brustenge ist ein typisches Symptom einer Durchblutungsstörung des Herzens. Brustenge tritt in der Regel
bei Belastung auf, kann sich aber auch nach Mahlzeiten, bei Stress Situationen und in den frühen Morgenstunden äußern
Brustschmerzen Sie können bei den verschiedensten
Situationen auftreten. Die Häufigkeit, Art und Dauer des Auftretens, sowie die Reproduzierbarkeit unter Belastung, bzw. das Auftreten in der Nacht zeigen auf die
Ursache der Beschwerden. Viele Formen der Brustschmerzen haben eine kardiale (Herz) Ursache.
Luftnot (lat. Dyspnoe) Dieses Symptom tritt bei Gesunden auch bei
Maximalbelastungen auf. Sie ist ein typisches Symptom Herz- und Lungenkranker. Luftnot kann aber auch ein Symptom für Übergewicht und Trainingsmangel sein.
Wasseransammlungen (lat. Ödeme) Die Hauptursache von einseitigen Wasseransammlungen der Beine ist zumeist eine Venenschwäche. Beiderseitige Wasseransammlungen im Bereich
der Unterschenkel und der Knöchel findet man bei bedeutsamen Formen der Herzschwäche.
Blutdruckverhalten Die Kardiologie beschäftigt sich mit den Folgen des
Bluthochdrucks. Blutdruck macht oft nur geringe Probleme und fällt häufig nur durch Messungen auf. Erhöhte Blutdruckwerte sind mit einem erheblichen Risiko für
Herz-Kreislauferkrankungen verbunden. Das Blutdruckverhalten kann Auskünfte über die Entstehung des Blutdrucks, die Wirkung der Medikamente und Zusammenhänge zu seelischen
Belastungen aufzeigen.
Ohnmacht- und Schwindelanfälle (Synkopen) Die Ursache dieser Symptome sind mannigfach. Von Seiten der Kardiologie müssen gravierende
Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehler, Herzschwäche und Durchblutungsstörungen der Hirngefäße ausgeschlossen werden.
Herzstolpern und Herzrasen (Tachykardien - Palpitationen) Sind zumeist Ausdruck von Herzrhythmusstörungen, manche Menschen empfinden aber auch Herzrasen in aufregenden
Situationen. Die Aufgabe der Kardiologie liegt in der Erkennung und Therapie gravierender Rhythmusstörungen. Herzrasen tritt bei manchen Patienten nur sporadisch auf, dann kann
eine telemedizinische Untersuchung sinnvoll sein.
Schwindel (Vertigo) Schwindel findet sich bei manchen
gravierenden Herzerkrankungen. Meist wird Schwindel aber nicht durch Herzerkrankungen hervorgerufen.
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