Körperliche Untersuchung
Fundamental für die Diagnostik ist die körperliche Untersuchung. Diese ermöglicht über den Einsatz der eigenen Sinnesorgane die Diagnose von Erkrankungen:
Aspekt
Über die Hautfarbe (Blässe?), Beschaffenheit des Unterhautfettgewebes, die Sprache, Gesichtszüge (Lähmungen?) und die Bewegungen (Schonhaltung?) lassen viele
Informationen zum Gesundheitszustand ablesen. Im Falle von Mitralklappenerkrankungen finden sich gelegentlich so genannte Mitralbäckchen.
Herz Durch das Abhorchen
des Herzens erhalten wir Informationen über den Herzschlag, die Herzfrequenz, Rhythmusstörungen, Herzgeräusche. Das Abtasten des Herzens gibt eine Auskunft über die
Herzgröße und über Herzklappenerkrankungen.
Lungen Die Atemgeräusche geben Auskunft über Wasseransammlungen der Lungen im Falle einer Herzschwäche. Häufig finden
sich aber Geräusche die auf Bronchialerkrankungen zeigen.
Schilddrüse Die Größe der Schilddrüse und knotige Strukturen können auf eine
Schilddrüsenfunktionsstörung weisen. Diese Erkrankungen können zu starken Herzproblemen führen.
Gefäße Die Untersuchung der Gefäße Verhärtungen, Verengungen und
Verschlüsse verschiedener Gefäße aufzeigen. Der Hauptschwerpunkt der Untersuchung liegt auf den Gefäßen der Arme und Beine sowie auf einer Untersuchung der
Halsschlagadern.
Bauchraum Durch diese Untersuchung können Erkrankungen der Bauchorgane erfasst werden. Für Herzerkrankungen sind in erster Linie
Wasseransammlungen und eine durch eine Stauung vergrößerte Leber bedeutsam.
Wasseransammlungen Hier finden sich vor allem bei Herzschwäche symmetrische Wasseransammlungen (Ödeme). Die Art und Verteilung der
Wasseransammlungen, sowie die Beschaffenheit der Haut geben weitere Auskünfte über die Entstehung der Wasseransammlungen.
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